Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Folgende Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Bildungsangebote der Stiftung Europäische Akademie für bio-psycho-soziale Gesundheit und Integrative Therapie (seag).
1. Anmeldung und Teilnahme
Die Anmeldungen erfolgen via Online-Formular. Die Anmeldungen werden im Grundsatz in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt, wobei sich die seag abweichend davon eine Teilnehmerauswahl nach fachlichen Kriterien vorbehält. Bei den mehrteiligen Weiterbildungen gilt die Anmeldung für alle Kursabschnitte.
Für die Bearbeitung des Zulassungsantrages/Anmeldedossiers für mehrteilige Lehrgänge erhebt die seag eine Bearbeitungsgebühr. Diese Gebühr ist unabhängig vom Zulassungsentscheid geschuldet und wird nicht zurückerstattet.
Mitteilungen über die Zulassung, die Aufnahme auf die Warteliste, die Ablehnung der Anmeldung und die Absage erfolgen schriftlich.
Die Anmeldung wird mit der schriftlichen Zulassungs- oder Anmeldebestätigung durch die seag verbindlich. Vorbehalten bleibt eine Absage durch die seag infolge mangelnder Anmeldungen.
Die Durchführung der einzelnen Angebote setzt eine ausreichende Anzahl an Teilnehmenden voraus. Die erforderliche Mindestteilnehmerzahl wird für jedes Angebot gesondert festgelegt. Die seag behält sich vor, ein Angebot bei Nichterreichen einer genügenden Anzahl Teilnehmenden mindestens 28 Kalendertag vor Beginn abzusagen. Vorbehältlich der Bearbeitungsgebühr werden in diesem Fall bereits entrichtete Teilnahmegebühren zurückerstattet. Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen.
Die seag behält sich vor, sachlich erforderliche und zumutbare Anpassungen hinsichtlich der Kursinhalte, des Kursablaufs sowie der eingesetzten Referentinnen und Referenten vorzunehmen.
Weitergehende curriculare Änderungen bleiben vorbehalten, finden jedoch grundsätzlich keine Anwendung auf bereits laufende Weiterbildungslehrgänge. Es gelten jeweils die Bedingungen und Bestimmungen, die zum Zeitpunkt der verbindlichen Anmeldung veröffentlicht sind. Ausgenommen sind Anpassungen am Curriculum, dem Studienreglement sowie dem Beurteilungs- und Prüfungsreglement, die im Rahmen der Akkreditierung des jeweiligen Lehrgangs durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen oder zur Sicherung und Entwicklung der Qualität des Weiterbildungslehrgangs erforderlich werden. Solche Anpassungen können auch während eines laufenden Weiterbildungslehrgangs vorgenommen werden. Die seag informiert die Teilnehmenden frühzeitig über entsprechende Änderungen.
Die Teilnahme setzt eine dem jeweiligen Kursangebot entsprechende psychische und körperliche Belastungsfähigkeit voraus. Teilnehmende werden aufgefordert, vor der Anmeldung ihre Belastungsfähigkeit im Hinblick auf die Anforderungen des jeweiligen Kurses einzuschätzen und bei diesbezüglichen Zweifel mit der seag Rücksprache zu nehmen.
2. Unterkunft
Für Seminare in Bildungshäusern reserviert die seag ein Zimmerkontingent für alle Teilnehmenden (in der Regel Einzelzimmer).
Sind innerhalb eines Kontingents unterschiedliche Zimmerkategorien verfügbar, haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, eine Wunschkategorie anzugeben. Die Zimmer werden nach Verfügbarkeit vergeben und es besteht kein Anspruch auf die Wunschkategorie.
Die Gebühren für Kost und Logis sind von den Teilnehmenden direkt im Bildungshaus zu begleichen.
Im Falle einer Nicht-Teilnahme an einem Seminar sind die Teilnehmenden verpflichtet, das Bildungshaus direkt über die Zimmer-Annullation zu informieren. Allfällig entstandene Annullationskosten gehen zu Lasten der Teilnehmenden. Die seag empfiehlt, eine private Reiserücktrittsversicherung abzuschliessen.
Eine Verlegung des Seminarortes durch die Veranstalterin ist vorbehalten. Abweichungen in den Pensionspreisen gehen sowohl zu Gunsten als auch zu Lasten der Teilnehmenden.
3. Gebührenübersicht
Die Teilnahmegebühr von Einzelseminaren richtet sich nach der jeweiligen Ausschreibung.
Für Fort- und Weiterbildungslehrgänge gelten die jeweiligen ausgewiesenen Gebühren. Die entsprechende Übersicht erhalten die Teilnehmenden mit dem Weiterbildungsvertrag.
Die Gebührenordnung ist für die Lehrbeauftragten der seag verbindlich. Die aktuellen Gebühren und Regelsätze sind in der aktuellen Kostenaufstellung veröffentlicht.
In Härtefällen (z.B. Arbeitslosigkeit) kann beim Weiterbildungsausschuss eine Ermässigung beantragt werden.
4. Zahlungsweise
Mit der Unterzeichnung des Weiterbildungsvertrages für mehrteilige Lehrgänge wird eine Anzahlung fällig. Die Höhe der Anzahlung richtet sich nach dem jeweiligen Lehrgang und wird im Weiterbildungsvertrag ausgewiesen. Die Anzahlung wird an die erste Semestergebühr angerechnet und ist nicht rückerstattbar. Bei einer Abmeldung oder vorzeitigen Beendigung wird die Anzahlung als pauschaler Unkostenbeitrag einbehalten.
Circa 6 Wochen vor dem Einzelseminar bzw. dem Semesterbeginn bei mehrteiligen Lehrgängen erhalten die Teilnehmenden eine Rechnung mit Zahlungstermin. Diese ist vor Beginn der Veranstaltung/des Semesters zu begleichen.
Bei verspäteter Zahlung werden Mahngebühren erhoben.
5. Abmeldung vor Beginn der Fort- oder Weiterbildung
Abmeldungen müssen per E-Mail an info@integrative-therapie-seag.ch erfolgen.
Abmeldung von mehrteiligen Lehrgängen
Bei Abmeldungen ab Unterzeichnung des Weiterbildungsvertrages bis 28 Kalendertage vor Beginn des jeweiligen Lehrganges wird die geleistete Anzahlung (siehe Ziffer 4) nicht zurückerstattet und als pauschaler Unkostenbeitrag einbehalten. Bereits über die Anzahlung hinaus geleistete Zahlungen werden zurückerstattet. Wurde die Anzahlung (ganz oder teilweise) noch nicht geleistet, ist ein Fehlbetrag vom Teilnehmenden nachzuzahlen. Bei einer späteren Abmeldung gilt die Regelung nach Ziffer 6 hiernach.
Abmeldung von Kurzangeboten (Einzel- und Fortbildungsseminare, Einführungstage u.ä.)
Eine kostenfreie Abmeldung von Einzelveranstaltungen, die nicht in den Semestergebühren enthalten sind, ist bis 28 Kalendertage vor Beginn der jeweiligen Veranstaltung möglich. Bei einer späteren Abmeldung ist die gesamte Teilnahmegebühr geschuldet.
Allfällige Ausfallkosten für Unterkunft und Verpflegung, die tatsächlich in Rechnung gestellt werden und nicht vermieden werden können, gehen in jedem Fall zusätzlich zulasten des Teilnehmenden.
6. Vorzeitige Beendigung bei mehrteiligen Lehrgängen
Die Anmeldung ist für die gesamte Dauer des Lehrganges gemäss Ausschreibung verbindlich.
Bei einer Abmeldung weniger als 28 Kalendertage vor Beginn des mehrteiligen Lehrganges sowie bei einer vorzeitigen Beendigung eines bereits begonnenen mehrteiligen Lehrganges (zusammen „vorzeitige Beendigung“) besteht kein Anspruch auf Rückerstattung der Teilnahmegebühren. Dies gilt auch, wenn Teilnehmende die gebuchten Leistungen nicht oder nur teilweise in Anspruch nehmen.
Bei Vorliegen triftiger Gründe kann die seag auf schriftliches Gesuch hin aus Kulanz jedoch eine teilweise Rückerstattung der Teilnahmegebühren gewähren. In diesem Fall bleiben die Teilnahmegebühren für die bis zum Zeitpunkt der Vertragsbeendigung durchgeführten Kurstage sowie ein Unkostenbeitrag in Höhe von 20% der auf die verbleibenden Kurstage entfallenden Teilnahmegebühren geschuldet. Soweit diese Beträge noch nicht entrichtet wurden, sind sie nachzuzahlen. Bereits geleistete Zahlungen, welche die geschuldeten Beträge übersteigen, werden zurückerstattet.
Allfällige Ausfallkosten für Unterkunft und Verpflegung, die tatsächlich in Rechnung gestellt werden und nicht vermieden werden können, gehen in jedem Fall zusätzlich zulasten des Teilnehmenden.
7. Ausschluss, Unterbruch und Verhinderung
Ausschluss
Die seag kann Teilnehmende aus wichtigen Gründen von der weiteren Teilnahme an einem Lehrgang ausschliessen. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn Teilnehmende:
a) gegen die ethischen Grundsätze des psychotherapeutischen Berufs verstossen;
b) wesentliche vertragliche Pflichten verletzen;
c) die für den jeweiligen Lehrgang geltenden Teilnahmebedingungen nicht erfüllen oder wiederholt verletzen.
Der Ausschluss ist den betroffenen Teilnehmenden schriftlich unter Angabe der massgebenden Gründe mitzuteilen.
Bei einem Ausschluss richten sich die finanziellen Folgen nach den Bestimmungen über die vorzeitige Beendigung gemäss Ziffer 6.
Unterbruch
Ein Unterbruch eines mehrteiligen Lehrgangs durch Teilnehmende wird wie eine vorzeitige Beendigung behandelt, insbesondere auch hinsichtlich seiner finanziellen Folgen (siehe Ziffer 6). Wird der Lehrgang zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt, kann die seag die bezahlten Teilnahmegebühren für die nach dem Zeitpunkt des Unterbruchs durchgeführten Kurstage bzw. gegebenenfalls ein allfälliger Unkostenbeitrag ganz oder teilweise an die dannzumal geschuldeten Teilnahmegebühren anrechnen. Ein Anspruch auf Anrechnung oder Rückerstattung besteht nicht.
Die Wiederaufnahme des Lehrgangs setzt die Zulassung durch die seag sowie das Vorhandensein eines geeigneten Ausbildungsplatzes voraus.
Verhinderung
Eine vorübergehende Verhinderung an der Teilnahme, insbesondere, aber nicht nur, infolge Krankheit, Unfall, Schwangerschaft, Elternschaft oder Militärdienst, befreit nicht von der Verpflichtung zur Bezahlung der vereinbarten Teilnahmegebühren.
Bei einer länger dauernden Verhinderung, die zur vorzeitigen Beendigung oder zum Unterbruch führt, finden die entsprechenden Bestimmungen hiervor Anwendung (siehe Ziffer 6 und Ziffer 7, Abschnitt „Unterbruch“).
Der Abschluss einer Annullationskostenversicherung wird empfohlen und liegt in der Verantwortung der Teilnehmenden.
8. Datenschutz
Die Verwaltung der Kurse wird über elektronische Datenverarbeitung abgewickelt. Die von der seag erfassten Daten unterliegen den massgebenden Datenschutzvorschriften.
Damit die Teilnehmenden gegebenenfalls die Anreise gemeinsam organisieren können, werden die Adressen der zum gleichen Kurs Anreisenden untereinander mitgeteilt. Sollten dies nicht erwünscht sein, kann dies der seag vor Veranstaltungs- bzw. Weiterbildungsbeginn mitgeteilt werden.
Ebenfalls wird Name und Adresse zur Reservation von Zimmern den Bildungshäusern mitgeteilt.
Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Verantwortlichen Organisation für den postgradualen Lehrgang in Integrativer Psychotherapie ist ein umgrenzter Datenaustausch mit der FSP notwendig, mit dem sich die Teilnehmenden per Vertrag einverstanden erklären.
9. Korrespondenz
Die seag führt ihre Korrespondenz weitgehend per E-Mail. Die auf dem Anmeldeformular angegebene E-Mail-Adresse wird daher als verbindlich behandelt. Die Teilnehmenden sind gebeten, der seag allfällige Änderungen von E-Mail- und Postadresse mitzuteilen.
10. Liegengebliebene Gegenstände
Für liegen gebliebene Gegenstände übernimmt die seag keine Haftung. Nachsendungen sind nur nach Absprache gegen Erstattung der Versandkosten möglich.
11. Mängel und Haftung
Für Mängel, zu denen auch das Fehlen zugesicherter Leistungen zählt, haftet die seag maximal bis zur Höhe der Seminargebühren.
a. Der seag steht es dabei nach eigner Wahl frei, Leistungen unentgeltlich nachzubessern oder neu zu erbringen.
b. Die Teilnehmenden haben die ihnen obliegenden Vertragsverpflichtungen, insbesondere die vereinbarten Zahlungsbedingungen, einzuhalten. Ein Zurückhalten von Zahlungen der Teilnehmenden, namentlich auch wenn Mängel gerügt werden, ist ausgeschlossen.
c. Zur Mängelbeseitigung haben die Teilnehmenden der seag die nach billigem Ermessen erforderliche Zeit und Gelegenheit zu gewähren. Verweigern sie diese, so ist die seag von der Mängelhaftung befreit.
Die seag übernimmt keine Haftung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden, soweit dies gesetzlich zulässig ist. Sämtliche Schadenersatzansprüche (unmittelbare und direkte Schäden, mittelbare und indirekte Schäden, entgangene Gewinne und Mangelfolgeschäden) der Teilnehmenden aus vertraglicher und ausservertraglicher Haftung, positiver Forderungsverletzung, aus der Verletzung von Pflichten bei den Vertragsverhandlungen und aus unerlaubter Handlung werden, soweit dies gesetzlich zulässig ist, ausgeschlossen. Die Haftung ist in jedem Fall maximal auf die Höhe der Seminargebühren beschränkt.
12. Unfallversicherung
Die Teilnehmenden erklären, für sich eine Unfallversicherung abgeschlossen zu haben. Die seag kann eine entsprechende Bestätigung bei den Teilnehmenden einfordern.
13. Nutzungsvorbehalt
Die seag erhält das Nutzungsrecht an Gegenständen und Arbeitsergebnissen, die in den Seminaren als Gruppenarbeiten und mit den Materialien der Akademie erstellt worden sind.
14. Einrichtungsgegenstände
Die Räume und die Einrichtung der Seminarräume sind pfleglich zu behandeln. Mängel und Schäden müssen unverzüglich der Seminarleitung angezeigt werden. Im Übrigen gelten die Regeln der jeweiligen Hausordnung des Gastgeberhauses.
15. An- und Abreise
Die An- und Abreise erfolgt auf eigene Kosten und eigenes Risiko der Teilnehmenden.
Die seag behält sich in begründeten Situationen vor, ein Seminar örtlich oder/und zeitlich zu verschieben. Sie haftet nicht für allfällige Zusatzkosten, welche den Teilnehmenden daraus entstehen, und empfiehlt den Teilnehmenden deshalb, jeweils eine private Reiserücktrittsversicherung abzuschliessen.
16. Abschliessende Bestimmungen
Diese AGB sowie sämtliche Vertragsbeziehungen zwischen der seag und Teilnehmenden unterstehen ausschliesslich materiellem schweizerischem Recht.
Ausschliesslicher Gerichtsstand für sämtliche Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit der Vertragsbeziehung zwischen der seag und Teilnehmenden ist Rorschach.
seag, September 2026